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unMittelBARock! - Die 24. Tage Mitteldeutscher Barockmusik zu Gast in Merseburg

14.05.2018

Ein musikalisches Barockfeuerwerk zu Himmelfahrt

Einzigartige Konzerte an authentischen Orten, begeisternde Klanggestalten an den Fried- rich-Ladegast-Orgeln, spannende Führungen und gedankenvolle Gottesdienste – am ver- gangenen Himmelfahrtswochenende war Merseburg Gastgeber für unMittelBARock! – 24. Tage Mitteldeutscher Barockmusik.

Halle/Merseburg, 13.05.2018. Bereits zum 24. Mal fanden die Tage Mitteldeutscher Barock- musik statt, die in jedem Jahr in einer anderen Stadt in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen zu Gast sind, um Publikum, Musiker und Liebhaber der Barockmusik zu möglichst vielseitigen Entdeckungsreisen nach Mitteldeutschland einzuladen. Vom 10. bis 13. Mai 2018 machte das Musikfest in Merseburg Station. Die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V. (MBM) als Veranstalter rückt dabei die jeweilige barockmusikalische Tradition des Ortes bzw. der Region in den Mittelpunkt, sodass in jedem Jahr ein einzigartiges, auf den Veranstaltungsort zugeschnittenes Programm entsteht. 

Die MBM ist der Pflege und Bewahrung der überaus reichen historischen Musiktradition in Mitteldeutschland verpflichtet. Mit dem Festival unMittelBARock! möchte die MBM sowohl Netzwerkpartner als auch Netzwerkinitiator für Musikaufführungen, Musikpflege und Musikforschung sein. – 2018 ist dies erneut in begeisternder Weise gelungen. 

Die Kunst- und Musikpflege in Merseburg als Residenz einer der drei kursächsischen Sekundogenituren, beginnend mit Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg und eng verbunden mit dem Namen des „Geigenherzogs“ Moritz Wilhelm, war in diesem Jahr Ausgangspunkt für ein vielgestaltiges Musikfestprogramm. 

Rund 630 Besucher erlebten die insgesamt 17 Veranstaltungen, die von Donnerstag bis Sonntag geboten wurden, was einer Auslastung von 66% entspricht. Neben zahlreichen Führungen, zwei Gottesdiensten, dem Konzert der Kreismusikschule Merseburg-Querfurt „Johann Joachim Quantz“ und einem musikalisch-literarischen Nachmittag in der Barockkirche Burgliebenau waren die abendlichen Konzerte die Höhepunkte des Musikfests. 

Am Donnerstag wurden die 24. Tage Mitteldeutscher Barockmusik mit einem klangvollen und groß besetzten Festkonzert durch die Merseburger Hofmusik, das Collegium Vocale Leipzig und die Solisten Gesine Adler, Susanne Langner, Tobias Hunger, Paul Kmetsch und Tobias Ay unter Leitung von Micheal Schönheit eröffnet. Die Merseburger Hofmusik feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen, passend dazu wie zum Feiertag wurde neben weiteren Werken das Oratorium Die Himmelfahrt Christi für Soli, Chor und Orchester von Georg Friedrich Kauffmann im Merseburger Dom aufgeführt. 

Am Freitag standen die beiden Ladegast-Orgeln des Merseburger Doms im Mittelpunkt des Abendprogramms. Domorganist Michael Schönheit zelebrierte eine begeisternde wie virtuose Klangreise von Johann Kuhnau, Johann Friedrich Alberti über Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Kaufmann, Johann Theodor Roemhildt bis hin zu Johann Christian Leberecht Kittel und Franz Liszt. 

Das Kammerkonzert am 12. Mai entführte die Gäste in die Barockkirche Burgliebenau. Eva Salonen spielte, begleitet von Michael Schönheit am Cembalo, die sechs frühen Violinsonaten von Johann Gottlieb Graun, eine hochanspruchsvolle, experimentelle und unangepasste Musik. Im Wechsel mit den Sonaten berichtete Axel Thielmann mit seiner wandlungsfähigen Stimme in unterhaltsamer Weise vom Hof der Merseburger Herzöge in barocken Zeiten. 

Am Samstagabend verwandelte das Dresdner Barockorchester das Abschlusskonzert im Schlossgartensalon mit ihrem Programm „Les Plaisirs“ in ein mitreißendes musikalisches Vergnügen. In seiner lebendigen, unvoreingenommenen Spielweise interpretierte das Barockorchester mit Margret Baumgartl als Konzertmeisterin und Michaela Hasselt als Solistin am Cembalo Werke von Komponisten, die eng mit dem Merseburger Hof verbunden waren. So waren u. a. Kompositionen von Johann Gottlieb Graun, Johann Joachim Quantz, Christoph Förster und Georg Philipp Telemann zu hören. 

Im Jahr 2019 wird vom 11. bis 12. Mai das thüringische Arnstadt Gastgeber der Tage Mitteldeutscher Barockmusik sein.

Zum Hintergrund

Seit der ersten Auflage im Jahr 1995 präsentiert die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V., eine Einrichtung des Bundes und der drei mitteldeutschen Bundesländer, mit unMittelBARock! - Tage Mitteldeutscher Barockmusik ein einzigartiges Musikfest, das turnusmäßig in den drei beteiligten Ländern stattfindet. Besonderes Anliegen des jährlichen Festivals ist die Darstellung und Interpretation der regionalen Barockmusiktraditionen in den mitteldeutschen Ländern. 

Die diesjährigen Tage der Mitteldeutschen Barockmusik wurden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Merseburg, den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz und dem Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V. vom 10. bis 13. Mai 2018 unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Merseburg, Herrn Jens Bühligen, veranstaltet und von zahlreichen Förderern und Partnern unterstützt.

Veranstalter

Mitteldeutsche Barockmusik
in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. (MBM)

© Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.

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