1585 in Bad Köstritz geboren, ab 1590 in Weißenfels aufgewachsen, ging Heinrich Schütz 1599 nach Kassel, um an der dortigen neugegründeten Hofschule „Mauritianum“ eine Ausbildung zum Kapellknaben und eine umfassende mehrsprachige Bildung zu erhalten. Nach dem Studium bei Giovanni Gabrieli in Venedig – ermöglicht durch ein Stipendium des Landgrafen Moritz von Hessen Kassel – kehrte Schütz nach Kassel zurück, siedelte jedoch 1617 nach Dresden über und begann sein immens reiches und nachhaltiges Wirken als Hofkapellmeister der sächsischen Kurfürsten. 1657 wählte er seinen Alterssitz in Weißenfels. Er verstarb am 6. November 1672 im Alter von 87 Jahren in Dresden.
Heute befinden sich im Geburtshaus in Bad Köstritz und im Altersitz des Komponisten in Weißenfels zwei Museen, die dem Besucher Leben und Zeitgeschichte, Wirken und Nachwirken des Meisters nahebringen und sich der Bewahrung und Erforschung seines Lebenswerkes widmen.
In Dresden erinnert an der heutigen Schütz-Residenz eine Gedenktafel an das dort ehemals sich befindende Wohnhaus. An der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber arbeitet das Heinrich-Schütz-Archiv am Institut für Musikwissenschaft, da sich mit dem Wirken Schütz‘ und der Musikgeschichte seiner Zeit beschäftigt. Mit den regelmäßigen „Konzerten in der Schlosskapelle“ will der Verein Dresdner Hofmusik e.V. einen Akzent für die Schütz-Pflege in Dresden setzen.
In Kassel ist die Internationale Schütz-Gesellschaft beheimatet; jährlich realisiert sie die Internationalen Heinrich-Schütz-Feste und Heinrich-Schütz-Tage, betreut die Edition der Schütz-Gesamtausgabe und gibt das Schütz-Jahrbuch heraus.
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