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Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels - Foto:. Mathias MarxIn Weißenfels verbrachte Schütz seine Jugend und seine Altersjahre. Seit 1590 lebte seine Familie hier im Gasthof „Zum goldenen Ring“. Sein Vater Christoph Schütz, einer der wohlhabendsten Bürger der Stadt, war Ratsherr, Bürgermeister und Stadtrichter. Er ließ seinen Sohn in „guten Wissenschaften und Sprachen“ unterrichten und sorgte für eine erste musikalische Ausbildung, wohl bei dem Stadtkantor Georg Weber und dem Organisten Heinrich Colander, hatte sich doch bei ihm „eine sonderliche Inclination zu der edlen Music … gefunden“.
Nachdem Heinrich Schütz als Dresdner Hofkapellmeister 1656 vom aktiven Kapellmeisterdienst entbunden worden war, kehrte er zurück in die Saalestadt. Hier hatte er 1651 ein Haus erworben, in dem er von 1657 bis 1672 lebte und seine großen Alterswerke schuf, darunter die Weihnachtshistorie, die Passionen und sein letztes Werk, den Schwanengesang.

Heinrich-Schütz-Haus WeißenfelsDas Heinrich-Schütz-Haus ist heute das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten. Seit 1985 ein Museum, wurde das Renaissancehaus 2010 bis 2012 aufwendig saniert und mit einer neuen Ausstellung eingerichtet. Den Höhepunkt bildet die wiederhergestellte Komponierstube unter dem Dach. Als wertvollster Schatz werden hier zwei im Haus aufgefundene Notenfragmente von der Hand des Komponisten präsentiert. Zahlreiche Klangbeispiele, Medienstationen und Filme vermitteln einen prägnanten Eindruck von der Kompositionsweise Heinrich Schütz’.

Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels - Foto: Mathias MarxEin architektonischer und ar­chäo­lo­gischer Entdeckerpfad macht auf wertvolle bauliche Details und Funde auf­­merksam.

Seit 2003 befindet sich das Haus in Trägerschaft des 1993 gegründeten Weißenfelser Musikvereins „Heinrich Schütz“ e.V.

Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels

 
 
 

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