Zwei besondere Schwerpunktlinien mit besonderen Konzertzyklen, die das Heinrich Schütz Musikfest in seinem Programm explizit mit zusätzlichen Veranstaltungen erweitern und dem Themenjahr „Reformation und Musik“ insbesondere Rechnung tragen, spiegeln sich in jeweils korrespondierenden Konzerten wider, die an allen drei Musikfestspielorten zu erleben sein werden.

Drei großbesetzte Konzerte mit dem Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann – und damit dem artist in residence – bringen die gesamten „Psalmen Davids“ mit allen 26 Kompositionen dieses Zyklus zu Gehör. – Ein Schlüsselwerk protestantischer Kirchenmusik zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Ein Ereignis, das neben der einzigartigen Qualität der Interpretation durch diesen inzwischen international renommierten Chor im Konzertleben sonst nur selten zu erleben ist.
Die drei Konzerte mit Uraufführungen bzw. der Wiederaufführung eines Werkes von 2010 dürften zu Höhepunkten des Musikfestes werden.
Das Heinrich Schütz Musikfest hat an die Komponisten Bernd Franke und Reiko Füting jeweils einen Kompositionsauftrag vergeben. In einem großbesetzten Konzert in Gera wird zudem das 2010 beim Musikfest Kassel begeistert aufgenommene großformatige Werk der italienischen Komponistin Lucia Ronchetti zu erleben sein. Alle Konzerte korrespondieren mit den Werken von Schütz und seinen Zeitgenossen, stellen jedoch eine ganz eigene und heutige Fortschreibung musikalischer wie allgemein menschlicher, ja philosophischer Gedankengänge dar. Das kommt in den jeweiligen Konzertprogrammen zum Ausdruck bzw. in der Kombination der „Prosopopeia“ mit dem Konzert der „Musikalischen Exequien“.
Korrespondierend zum Konzert in Dresden gibt es ein zusätzliches Nachtkonzert mit dem Calmus Ensemble, das ebenfalls in seinem Programm „Mythos 116“ Kompositionen aus dem Jahr 1623 mit zeitgenössischen Werken verknüpft.
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