Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises 2018

14.09.2018

Hans-Christoph Rademann ist der erste Preisträger des Ehrenpreises des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS

Verleihung des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises 2018

Herausragende künstlerische wie wissenschaftliche Leistungen in der Vermittlung und Verbreitung der Musik von Heinrich Schütz und seiner Zeit sowie herausragendes Engagement in deren Bewahrung und Förderung werden zukünftig jährlich mit dem Internationalen Heinrich-Schütz-Preis geehrt. Anlässlich des 20. Jubiläums des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS wird dieser Ehrenpreis in Form einer Medaille erstmalig verliehen. Erster Preisträger ist der Dirigent und Schütz-Experte Hans-Christoph Rademann.

Mit diesem Preis würdigt das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST unter Leitung der Intendantin Dr. Christina Siegfried Rademanns überragendes Engagement für das Werk von Heinrich Schütz, dessen klingende Bewahrung, überzeugende Interpretation und lebendige Vermittlung. Beispielhaft für dieses langjährige herausragende Wirken steht, neben unzähligen begeisternden und berührenden Konzerten in aller Welt, die einzigartige Einspielung des Gesamtwerks von Heinrich Schütz beim Carus-Verlag Stuttgart mit dem von ihm gegründeten und bis heute geleiteten Dresdner Kammerchor, die in diesem Jahr ihren Abschluss finden wird.

Der Preis wird ihm am 14. Oktober 2018 in Dresden im Rahmen des festlichen Abschlusskonzerts des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS, das der Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann gestalten wird, überreicht.

„Es ist mir eine Ehre, als erster überhaupt diesen besonderen Preis in Empfang zu nehmen.“, sagt der gebürtige Schwarzenberger über die Ehrung, und ergänzt: „Besonders freut mich, dass an der Schütz-Gesamtaufnahme zahlreiche beteiligte Solistinnen und Solisten aus der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber Dresden hervorgegangen sind, zu der auch der Dresdner Kammerchor eine enge Verbindung hat.“ Die neu geschaffene Auszeichnung verdeutliche einmal mehr, welche enorme Bedeutung Heinrich Schütz für die europäische Musikgeschichte hat: „Dies den Menschen zu vermitteln, ist stets der Antrieb für meine Arbeit mit Schütz‘ Musik.“, so Rademann.

Die Ehrenmedaille wurde von der in Berlin lebenden renommierten Bildhauerin und Medailleurin Anna Franziska Schwarzbach geschaffen: „Es ist ein Geschenk, die Internationale Heinrich-Schütz-Preis-Medaille entwerfen und ausführen zu dürfen. Es ist eine zusätzliche Freude, sie für Hans-Christoph Rademann modellieren zu können – einem Freund aus jungen Jahren. Musik von Heinrich Schütz in der Kirche von Schwarzenberg prägte meine Kindheit.“

Der Heinrich-Schütz-Preis in Form einer in Silber gegossenen Medaille zeigt das Portrait des kurfürstlich-sächsischen Hofkapellmeisters samt eigenhändigem Namenszug „Henrich Schütz / Capellmeister“. Der umlaufende Schriftzug „parens nostrae musicae modernae“ benennt Schütz (1585–1672) als den „Vater unserer modernen Musik“, als den ihn bereits seine Zeitgenossen zu würdigen wussten. Auf der Rückseite der Medaille ist das Signet des Heinrich Schütz Musikfests zu sehen, welches aus einem Bassschlüssel im Autograph von Schütz‘ Osterdialog (Dialogo per la Pascua) SWV 443 entwickelt wurde.

„Ich kann mir keinen besseren ersten Preisträger als Hans-Christoph Rademann vorstellen.“ Die Intendantin des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS, Dr. Christina Siegfried, empfindet es als eine glückliche Fügung, dass das zwanzigjährige Bestehen des Musikfests und der Abschluss der Schütz-Gesamteinspielung in dasselbe Jahr fallen: „Dieses gewagte, anspruchsvolle Vorhaben einer Gesamtaufnahme hat in Hans- Christoph Rademann einen kreativen Visionär, engagierten Motor und inspirierten Botschafter gefunden.“ Siegfried sieht die meisterhaft gestaltete Schütz-Medaille als zusätzliches Geschenk zum Jubiläum des Musikfests. Dass Anna Franziska Schwarzbach als Medailleurin gewonnen werden konnte, ließe nicht zuletzt den Preis selbst zu einem Kunstwerk werden. Zugleich sei es Zeichen dafür, welchen Stellenwert dieser neue Preis für die Pflege des Werks von Heinrich Schütz und der Musikkultur des 17. Jahrhunderts insgesamt haben wird.


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