Rund 4.400 begeisterte Besucher erlebten in insgesamt 36 Veranstaltungen an authentischen Orten in Bad Köstritz, Batzdorf, Dresden, Gera, Halle und Weißenfels die Musik des Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672) und seiner Zeitgenossen und Weggefährten Johann Hermann Schein (1586-1630) und Samuel Scheidt
(1587-1654). Die Konzerte des Musikfests, das unter dem Motto „Glaubenstrost und Lebenslust“ die Vielfalt geistlicher und weltlicher Musik des 17. Jahrhunderts präsen-tierte, wurden erneut von international renommierten Interpreten der historischen Aufführungspraxis gestaltet. Neben den virtuosen Blockflötisten des nieder-ländischen „Brisk Recorder Quartet Amsterdam“, das in allen drei authentische Schütz-Stätten Mitteldeutschlands auftrat, gestalteten u.v.a. die Ensembles „La Capella Ducale & Musica Fiata“, „Cappella Sagittariana Dresden“, das “Ensemble Jacques Moderne“ aus Frankreich und der italienische Posaunist Ercole Nisini mit seinem Ensemble „Instrumenta Musica“ (Dresden) die durchweg mit langan-haltendem Applaus bedachten Konzerte.
Das Konzert von „La Capella Ducale & Musica Fiata Köln“ unter der Leitung des amerikanischen Zinkenisten Roland Wilson wurde von MDR Figaro, dem Kultur-partner des Heinrich Schütz Musikfests, aufgezeichnet und wird am 31. Oktober 2011, um 14.05 Uhr gesendet.
Unbestrittener Höhepunkt des diesjährigen Programms war das eigens für das Heinrich Schütz Musikfest konzipierte Figuren-Musik-Theater „Dafne-Fantasien“,
das als Kooperation mit dem Puppentheaterensemble von TPT Theater&Philharmonie Thüringen und der Batzdorfer Hofkapelle produziert wurde. In einer poetischen Mischung aus europäischer Barockmusik und japanischem Bunraku-Figurentheater bezauberte das fantasiereiche und musikalisch mitreißende Spiel in insgesamt vier Aufführungen das Publikum in Gera, Weißenfels und Batzdorf. 
Nach Einschätzung des veranstaltenden Vereins Mitteldeutsche Barockmusik e.V. und seiner Kooperationspartner vor Ort ist der erneute Erfolg des Musikfests seiner erstmals 2010 erfolgten inhaltlichen Neuausrichtung sowie der Konzentration auf einen zehntägigen Festivalzeitraum zu verdanken, der es u. a. ermöglicht, hoch-karätige internationale Interpreten in mehreren Festivalorten in Mitteldeutschland zu präsentieren. Die Konzentration auf einen thematischen Schwerpunkt geriet ebenso zu einem überzeugenden Konzept, das neben den bereits genannten heraus-ragenden Künstlern ebenso hiesige Ensembles einbezog und mit drei Familien-konzerten sowie dem qualitativ beeindruckenden Konzert des Schütz-Konserva-toriums in Dresden sich auch dem musikalischen Nachwuchs widmete.
Das Heinrich Schütz Musikfest 2012 findet vom 12. bis 21. Oktober statt. Unter dem Motto „Ein feste Burg“ widmet sich das Programm des Festivals dann, passend zum Themenjahr der Reformationsdekade, dem großen Themenbereich „Reformation und die Musik“ und stellt Heinrich Schütz als wichtigen Komponisten protestantischer Musik und die Entwicklung der europäischen Musikkultur unter dem Aspekt von Reformation und deren Folgen im 17. Jahrhundert in den Mittelpunkt.
Fotos: Mathias Marx und Stefan Walzl
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